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Optimale Behandlungsstrategien für Krebspatienten

9. November 2018

Wer: Dr. Sascha Dietrich, Facharzt für Hämatologie und Onkologie, Oberarzt an der Klinik für Hämotologie, Onkologie und Rheumatologie

Was: Vincenz-Czerny-Preis, vergeben von der DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V.) für wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit klinischen, experimentellen oder theoretischen Fragen der Onkologie befassen.

Wofür: Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre zeigen die genetische Vielfalt von Krebserkrankungen, sodass immer deutlicher wird, dass viele Krebspatienten eine individuelle Therapie benötigen. Ziel von Sascha Dietrich und Mitarbeitenden ist es, die Wechselwirkungen zwischen der Mikroumgebung des Tumors, seinem individuellen genetischen und molekularen Profil und Arzneimitteln zu verstehen und auf diese Weise optimale Behandlungsstrategien zu entwickeln.

Um trotz großer Datenmengen schnell zu Ergebnissen zu kommen und Reaktionen auf verschiedene Arzneimittel zu testen, entwickelten die Wissenschaftler eine automatisierte Mikroskopieplattform, die die Bedingungen der Mikroumgebung nachahmt und es möglich macht, bestimmte genetische Profile von Krebszellen auf Medikamentensensitivitäten oder Resistenzen zu testen.

Die Studienergebnisse zeigen, dass eine unerwartet große Anzahl von Genmutationen das Ansprechen der Zellen auf einen Wirkstoff beeinflussen kann. Damit haben die Forscher einen neuen Ansatz für funktionelle Untersuchungen der Tumorgenetik gefunden, der zur Überprüfung neuer Hypothesen in wenigen Minuten und damit sogar als Ersatz für bestimmte Experimente dienen kann.

Die Ergebnisse der Verknüpfung von Arzneimitteltests auf 63 unterschiedliche Wirkstoffe und genetischen Analysen über 249 Blutkrebsproben hinweg können in Zukunft als Ansatzpunkt für zielgerichtete Therapien genutzt werden.

 

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