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Grün, ruhig und mit Blick auf den Neckar

23. Oktober 2018

Mitarbeiter und ihre Lieblingsorte: Dr. Fabian Schäbe, Klinik für Allgemeine Psychiatrie, im Sinnesgarten

Warum haben Sie sich ausgerechnet hier fotografieren lassen?

Das hier ist eine kleine Oase im betriebsamen Klinikalltag. Es ist grün, ruhig und man hat einen schönen Blick auf den Neckar. Hier gehe ich gerne mit Patienten für Achtsamkeitsübungen hin, aber auch, wenn ich zwischen Arztbriefen, Gutachten und sonstigen Aufgaben den Kopf frei bekommen und frische Luft schnappen möchte.

Wo wären Sie jetzt lieber?

Im James-Simon-Park in Berlin-Mitte. Da gibt es ein fantastisches vietnamesisches Restaurant mit Blick auf Spree und Museumsinsel, auf dem Viadukt poltert im Minutentakt die S-Bahn und die Alte Schönhauser Straße zum Shoppen ist nicht weit weg. Urbanes Feeling mit Grün, das liebe ich. Wenn ich nicht mindestens einmal im Jahr in Berlin bin, bekomme ich Entzugserscheinungen.

Warum arbeiten Sie im Klinikum?

Nach Heidelberg kam ich durch meinen Doktorvater – der war Oberarzt auf der Station in der Bonner Psychiatrie, wo ich meine Psychiatrie-Famulatur gemacht habe. Ich fand es faszinierend, wozu das menschliche Gehirn in der Lage ist – sowohl im gesunden Zustand als auch bei Erkrankungen. Außerdem hat mich die Zusammenarbeit im interdisziplinären Team begeistert. Diese ermöglicht einen umfassenden Blick auf den Patienten, der eine individuelle und nachhaltige Therapie erst möglich macht.

Was wäre Ihr alternativer Berufswunsch gewesen?

Ganz früher wollte ich Lokführer werden. In der Schulzeit hatte ich dann eine tolle Biologielehrerin, die mich für das Nervensystem begeistert hat. Da ich beruflich mit Menschen zu tun haben wollte, ist der Arztberuf die perfekte Symbiose.

Was würden Sie ändern, wenn Sie einen Tag lang Klinikumsvorstand wären?

Ich würde dafür sorgen, dass alle Berufsgruppen mehr Zeit für die Arbeit am Patienten haben. Aufgaben, die mit der Patientenversorgung nichts zu tun haben, würde ich dafür anderweitig delegieren. Außerdem wird die Dokumentation immer zeitintensiver und anspruchsvoller, so dass ich die Entwicklung einer elektronischen Spracherkennung vorantreiben würde.

„Der Sinnesgarten ist eine kleine Oase im betriebsamen Klinikalltag.“

Am Klinikum gefällt mir gut…,

… dass ein offener Diskurs untereinander und mit Vorgesetzten möglich ist. Es gibt eine große Offenheit für neue Ideen. Außerdem haben wir ein breites Weiterbildungsangebot und die Psychotherapieausbildung ist sehr gut organisiert. Schön ist auch, dass viele Mitarbeiter schon lange im Haus sind und man gemeinsame Erinnerungen hat – ob an einen turbulenten Dienst, gemeinsam gemeisterte Situationen oder witzige Begebenheiten. Das ist mitunter richtig familiär.

Am Klinikum gefällt mir weniger gut…,

… die immer stärker eingeschränkten Öffnungszeiten unserer Klinik-Cafeteria, in der manchmal das Essen auch noch ausverkauft ist. Ohne die Kreativität der dortigen Mitarbeiter oder manches lukullisch orientierte Teammitglied auf den Stationen oder an der Pforte wäre ich schon das eine oder andere Mal ernsthaft unterzuckert gewesen.

>> Steckbrief

Geburtsdatum: 1. August 1984

Geburtsort: Ludwigsfelde

Stationen am Klinikum

Seit 2012 Klinik für Allgemeine Psychiatrie, in dieser Zeit Rotationen in die Ambulanz der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik und die Klinik für Paraplegiologie. Aktuell tätig auf der Station Roller (Schwerpunkt psychotische Erkrankungen) und in der Psychiatrischen Institutsambulanz.

Familie: ledig

Hobbies: Reisen, Modellbau, Kochen, Essen

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