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Wie sieht der Campus im Jahr 2050 aus?

16. Mai 2018

Masterplanverfahren „Im Neuenheimer Feld“ nimmt Fahrt auf

Wir schreiben das Jahr 2050. Das Neuenheimer Feld hat sich in den letzten 30 Jahren zum größten biomedizinischen Wissenschaftsstandort in Europa entwickelt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Universitätsklinikum, dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der anderen wissenschaftlichen Institute schweben mit einer Hochbahn zu ihrem Arbeitsplatz. Direkte Fuß- und Radwegeverbindung über die Bahngleise und den Neckar, Park&Ride-Parkplätze an den Stadtgrenzen und ein PKW-Tunnel unter dem Neckar sorgen dafür, dass alle Menschen entspannt, ohne Stress und vor allem ohne Stau an ihre Arbeitsplätze gelangen.

So wie in unserer Zukunftsvision könnte es irgendwann einmal aussehen, das Neuenheimer Feld. Ein wichtiger Schritt für die Planung der Zukunft der Wissenschaftsstadt Heidelberg ist das Masterplanverfahren, das im letzten Jahr von der Stadt Heidelberg, der Universität Heidelberg und dem Land Baden-Württemberg ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam mit den ansässigen Instituten sowie Bürgervereinen, Landwirten, Umweltverbänden und Anwohnern soll ein Konzept zur Entwicklung des Areals entwickelt werden.

Vom Kleingärtner bis zum Spitzenforscher

Der Startschuss für das Masterplanverfahren fiel am 11. April mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung, bei der mehr als 30 Anlieger-Gruppen des Neuenheimer Feldes – darunter auch das Universitätsklinikum – ihre Vorstellungen und Ideen zur Zukunft des Masterplanareals der Öffentlichkeit präsentierten. Anhand von Plakaten sowie an ausgestellten Karten, Luftbildern und am 3-D-Stadtmodell konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfassend informieren und miteinander ins Gespräch kommen. Schnell wurde klar: jeder hat sein eigenes Bild vom „Campus der Zukunft“ und die Interessen der beteiligten Akteure sind vielfältig.

Anschließend startete die eigentliche Veranstaltung. Die Projektträger von Stadt, Universität und Land eröffneten den Abend und betonten die Bedeutung des Masterplanverfahrens für die Zukunft der Wissenschaftsstadt Heidelberg und ihren Wunsch nach einem konstruktiven Miteinander im Prozess und darüber hinaus. Die Projektmanagerin Christiane Marks von Imorde Projekt- & Kulturberatung GmbH erläuterte die Ziele und die Projektphasen des Masterplanverfahrens. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten dann Gelegenheit, Fragen zum Verfahren direkt mit den Vertreterinnen und Vertretern von Stadt, Universität und Land zu klären.

„Kunst der großen Transformation“

Viele Denkanstöße bot der Impulsvortrag „Horizont 2050+“ von Professor Dr. Uwe Schneidewind: Der Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie und Professor für „Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit“ motivierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich von alten Diskussionsmustern zu lösen und gemeinsam den Blick für die Zukunft zu öffnen: Wie sehen Stadt, Mobilität und Campus der Zukunft aus, wie werden unsere Enkel einmal über unsere heutigen Lösungsansätze denken? Professor Schneidewind plädierte dafür, im Masterplanverfahren offen aufeinander zuzugehen und sich mit den Positionen der verschiedenen Beteiligten zu befassen. So könne die „Kunst der großen Transformation“ gelingen und gemeinsam eine nachhaltige Zukunftsvision für das Masterplanareal entwickelt werden.

Viele Anregungen für die Entwurfsteams

Im Anschluss an den Vortrag hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, in Kleingruppen zu diskutieren: Sie konnten Vorschläge formulieren, auf welche Fragen die künftigen Architektenteams ab Herbst 2018 Antworten geben sollten. Als Themen wurden unter anderem genannt: die Bauformen im Neuenheimer Feld; das Mobilitätsmanagement, das heißt die Stellplatzfrage und die Förderung des ÖPNV und Radverkehrs; die Einbeziehung anderer Stadtteile in die Entwicklungsperspektiven sowie der gegenseitige Respekt aller Beteiligten im Masterplanverfahren. All diese Anregungen werden nun gesammelt, ausgewertet und fließen in die Erarbeitung der Aufgabenstellung ein.

Der Gemeinderat will im Juli über die Aufgabenentwürfe entscheiden, danach beginnen die Planungs-Teams mit der Erarbeitung ihrer Lösungsvorschläge. Die Zwischenergebnisse sollen immer wieder mit den Bürgern diskutiert werden. Bis Ende 2019 soll so ein Masterplan entstehen, der die Grundlage für die Entwicklung des Neuenheimer Feldes bildet.

 

„Wir erhoffen uns von dem Verfahren ein modernes und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept, von dem Mitarbeiter und Patienten gleichermaßen profitieren.“

Professorin Dr. Annette Grüters-Kieslich, Leitende Ärztliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Heidelberg

 

Ihre Meinung ist gefragt! Online-Portal der Stadt Heidelberg vom 4. bis zum 21. Mai

Zwischen dem 4. und 21. Mai 2018 haben Sie die Möglichkeit, sich über ein Online-Portal der Stadt Heidelberg aktiv am Masterplanverfahren zu beteiligen. Für die geplanten zukünftigen Veranstaltungen ist es ebenfalls sehr wichtig, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Klinikum und Medizinischer Fakultät mit ihren Vorschlägen und Ideen einbringen. Auf diese Weise können wir dafür sorgen, dass bei der Entwicklung eines zukunftsfähigen Konzepts die Stimmen aller Beteiligten gehört werden!

Zum >> Online-Portal

Wir sind mit dabei!

Das Universitätsklinikum Heidelberg und die Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg engagieren sich im Rahmen des Masterplanverfahrens für ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept, von dem die Patienten und Mitarbeiter profitieren.

Klinikum und Fakultät sind in allen wichtigen Gremien des Masterplanverfahrens vertreten:

… im Erweiterten Steuerungskreis (berät und bereitet Entscheidungen des Steuerungskreises vor, der das Verfahren strukturiert)

… im Koordinationsbeirat (ist für die Bürgerbeteiligung zuständig und überlegt sich geeignete Formate, um alle Interessierte und Betroffene zu Wort kommen zu lassen)

… im Forum Masterplan (in diesem Gremium sitzen Vertreter aller betroffenen Einrichtungen und Gruppen sowie zufällig ausgewählte Bürger. Das Forum formuliert den Aufgabenkatalog für die Planungsteams)

Luftaufnahme des Neuenheimer Feldes aus dem Jahr 2017…

 

… und unsere Zukunftsvision: Sieht so der Campus im Jahr 2050 aus?

 

 

 

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