Lieblingsort

Eine kleine Flucht in eine andere Welt

12. Juli 2016

Mitarbeiter und ihre Lieblingsorte: Frank Bühler, Stationsleitung der Intensiv 2 und Stroke-Unit in der Kopfklinik, kann im bepflanzten Innenhof abschalten und regenerieren

Warum haben Sie sich ausgerechnet hier fotografieren lassen?

Der Teich, die Pflanzen, das sprudelnde Wasser, frische Luft und dazu diese Ruhe – und das nur wenige Sekunden von meinem manchmal stressigen und lauten Arbeitsplatz entfernt. Dieser nur wenige Meter von der Neurologischen Intensivstation entfernte Ort ist ideal, um kurz abzuschalten und zu regenerieren. Wenn dann noch die Sonne scheint, ist es wie eine kleine Flucht in eine andere Welt.

Wo wären Sie jetzt lieber?

Irgendwo im Urlaub, egal wo. Hauptsache es ist warm und die Sonne scheint (Anmerkung der Redaktion: Zum Zeitpunkt des Interviews Ende April fielen die Temperaturen gerade auf unter zehn Grad Celsius).

Warum arbeiten Sie im Klinikum?

Mein Job als Stationsleitung, die Möglichkeit, Mitarbeiter zu fördern und zu fordern, die Weiterentwicklung der Intensivpflege und der Umgang mit den Patienten bereiten mir sehr viel Freude. Außerdem gibt es am Klinikum ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm, welches ich bereits ausgiebig nutzen durfte. Zusätzlich bieten mir die Neurointensiv und die Stroke-Unit einen hochinteressanten, spannenden Arbeitsplatz: Die neurologischen Krankheitsbilder sind so vielfältig und abwechslungsreich, es wird nie langweilig, man kann jeden Tag etwas Neues lernen und wird immer wieder positiv von den Patienten überrascht.

Was wäre Ihr alternativer Berufswunsch gewesen?

Lehrer, nebenher unterrichte ich noch an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule das Thema  Reanimation. Früher war ich auch in der innerbetrieblichen Fortbildung und der Fachweiterbildung tätig, was mir immer sehr viel Freude bereitet hat.

 

„Dieser nur wenige Meter von der Neurologischen Intensivstation entfernte Ort ist ideal, um kurz abzuschalten und zu regenerieren. “

 

Was würden Sie ändern, wenn Sie ein Tag lang Klinikumsvorstand wären?

Ich würde den Patienten mehr als Kunden betrachten und noch mehr in den Vordergrund stellen. Dazu würde ich die Rolle der Pflege stärken – mit einer besseren personellen Ausstattung bzw. einer Arbeitsentlastung, was pflegefremde Tätigkeiten anbelangt. Eine konsequente Fortführung des Heidelberger Weges wäre eine Möglichkeit.

Am Klinikum gefällt mir gut….

… dass die Pflege einen gewissen Stellenwert hat und auch entsprechend gefördert wird.  Wer sich als Mitarbeiter am Klinikum einbringen möchte, findet dazu Möglichkeiten. In meinen Augen fehlen hier allerdings manchmal die notwendigen Freiräume.

Am Klinikum gefällt mir weniger gut…

… dass es im Arbeitsalltag in der Klinik fast ausschließlich die Pflege ist, die Abläufe und Patientenwege koordiniert und organisiert. Dies wird leider häufig nicht wahrgenommen bzw. als selbstverständlich angesehen. Ich würde mir noch mehr Unterstützung und eine noch bessere Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen wünschen.

 

Steckbrief:

Heute: Frank Bühler, Stationsleitung Stroke-Unit und Intensiv 2

Geburtsdatum: 27.11.1970

Geburtsort: Heidelberg

Am Klinikum seit: Oktober 1995

Stationen am Klinikum: Krankenpfleger in der Herzchirurgie und auf der Interdisziplinären Operativen Intensivstation in der Chirurgie; von 2000 bis 2004 Praxisanleiter in der Kopfklinik (Intensiv 2); seit 2004 stellvertretende Leitung Stroke-Unit; seit 2010 Leitung Stroke-Unit und Intensiv 2

Familie: verheiratet, 1 Kind

Hobbies: Fußball, Radfahren

 

Sie möchten sich auch an Ihrem Lieblingsort fotografieren lassen?
Dann schreiben Sie an Klinik.ticker@med.uni-heidelberg.de

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