Jubilare

Jubilare erinnern sich: Wie war es eigentlich vor 25 Jahren…

26. Januar 2016

…als Krankenpfleger in der Krehl-Klinik?

Michael Huber, heute Diplom Pflegepädagoge (FH) an der Akademie für Gesundheitsberufe, ist einer von zahlreichen Jubilaren, die im letzten Jahr für ihr Engagement für das Klinikum ausgezeichnet wurden. In unserer neuen Rubrik erinnert er sich an seine berufliche Laufbahn im Klinikum.

Können Sie sich noch an ihren ersten Arbeitstag erinnern?

Angefangen habe ich als Krankenpfleger in der Krehl-Klinik auf der Station Liebermeister. Ich war beeindruckt von der Intensivpflege, die es im Schwarzwald, wo ich herkomme, noch nicht gab. Das kannte ich bis dahin nur aus dem Lehrbuch.

Wie kamen Sie damals ans Klinikum?

Ich hatte den Wunsch, an eine große Klinik zu gehen. Außerdem kam meine damalige Frau aus Heidelberg. Nach zwei Jahren bin ich auf die Kardiointensivstation gewechselt. Während einer kurzen Assistenzzeit an der Krankenpflegeschule am St. Josefskrankenhaus Heidelberg habe ich den Lehrerberuf kennengelernt. Ich spürte, dass die Arbeit mit jungen Menschen mir sehr viel Spaß macht. Deshalb absolvierte ich an der Schwesternschule der Universität Heidelberg eine Weiterbildung zum Lehrer für Pflegeberufe. 1990 habe ich dann an der Krankenpflegeschule der Universitätskliniken – der sogenannten Schäferschule – als Lehrer begonnen.

Was hat sich in der Krankenpflege-Ausbildung seitdem verändert?

Damals gab es viele einzelne Schulen, die verschiedenen Klinikbereichen zugeordnet waren. Seit 2006 sind alle unter dem Dach der Akademie für Gesundheitsberufe zusammengefasst. Früher hatten wir mehr Zeit und Muße, uns um die Auszubildenden zu kümmern. Der Arbeitsdruck hat sich vor allem in den letzten zehn Jahren erhöht – aber das ist wohl überall so. Außerdem hat sich die Pädagogik verändert, es werden neue Medien eingesetzt und individuelle Lernformen lösen das traditionelle Lernen im Klassenverband ab.

Was war der wichtigste Grund, dem Klinikum treu zu bleiben?

Meine netten Kollegen. Mit rund 25 Kollegen ist es überschaubar, aber nicht zu klein. Der Austausch untereinander ist möglich und gewünscht. Daraus sind viele private Verbindungen entstanden. Ich habe mich immer wohl gefühlt, auch wenn es manchmal ‚harte‘ fachliche Kontroversen gab.

Gab es mal einen Moment, als Sie das Klinikum verlassen wollten?

Auf meine persönliche Initiative habe ich 2006 berufsbegleitend in Düsseldorf studiert. Dabei habe ich Einiges dazugelernt und gehofft, dieses Wissen in einer neuen Rolle in der AfG beruflich einbringen zu können. Aber diese Möglichkeit gab es leider nicht. Da habe ich ganz kurz darüber nachgedacht, woanders hinzugehen. Aber wegen der netten Kollegen bin ich geblieben. Und ich bin gern mit den jungen Menschen zusammen, sie halten mich auch jung.

Zur Person: Michael Huber

Geburtsdatum: 30.8.1959
Geburtsort: Lautenbach im Schwarzwald
Stationen am Klinikum: Krehl-Klinik Station Liebermeister, Kardiointensiv, Schwesternschule, Akademie für Gesundheitsberufe
Familie: verheiratet, zwei Söhne
Hobbies: Joggen, Motorradfahren, Musik (Bass)

Autorin: Siri Moewes

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