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Langfristig die Mangelernährung in der Welt bekämpfen

11. Dezember 2018

Wer: Prof. Dr. Dr. Sabine Gabrysch, Institut für Global Health, Universitätsklinikum Heidelberg –

Was: „Preis für mutige Wissenschaft“, vergeben vom Land Baden-Württemberg an exzellente Forscherinnen und Forscher an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die ausgetretene Wege verlassen und ihre Forschungsarbeit mit besonders viel Mut und Wagnis vorangetrieben haben, dotiert  mit 30.000 Euro

Wofür: Rund zwei Milliarden Menschen leiden weltweit an Mangelernährung. Das hat verheerende Folgen für die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern. Die Gründe für Mangelernährung sind vielfältig. Maßnahmen zu ihrer Erforschung und Bekämpfung konzentrieren sich hingegen meist auf kurzfristige und punktuelle Lösungen. Sabine Gabrysch geht als Wissenschaftlerin einen anderen Weg. Am Heidelberger Institut für Global Health verfolgt sie das Ziel, langfristige Maßnahmen, welche die Ursachen der Mangelernährung nachhaltig angehen, wissenschaftlich zu untersuchen. Eine stichhaltige und aussagekräftige Evaluation komplexer, langfristiger Maßnahmen ist herausfordernd und verspricht keine schnellen wissenschaftlichen Ergebnisse und raschen Publikationen – was die Forscherin jedoch nicht abschreckte. Mehr lesen…

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Wegweisend in der Erforschung und Therapie der Folgeschäden von Diabetes

11. Dezember 2018

Wer: Prof. Dr. Peter Nawroth, Ärztlicher Direktor der Klinik für Endokrinologie, Stoffwechsel und Klinische Chemie am Universitätsklinikum Heidelberg –

Was: Camillo Golgi Preis der Europäischen Gesellschaft für Diabetesforschung (EASD), dotiert mit 20.000 Euro

Wofür: Für seine wegweisenden Arbeiten zur Erforschung und Therapie der Folgeschäden von Diabetes wurde Prof. Dr. Peter Nawroth mit dem renommierten Camillo Golgi Preis der Europäischen Gesellschaft für Diabetesforschung (EASD) geehrt. Peter Nawroth ist mit seinem Team einem Phänomen auf der Spur, das die Medizin schon länger beschäftigt: Auch bei Diabetikern mit gut eingestelltem Blutzucker treten Begleit- und Folgeerkrankungen an Nerven, Nieren, Augen und Herz-Kreislaufsystem auf. Doch wie kommt es dazu? Professor Nawroth und sein Forscherteam sehen aggressive Abbauprodukte des Stoffwechsels und Defekte im Reparatursystem der DNA als mögliche Ursachen. „Beides wurde bisher zu wenig beachtet und völlig unterschätzt“, so der Preisträger. In seinem Festvortrag sprach er auch über Erfolge und Grenzen der bisherigen Diabetesbehandlung sowie über Ursachen und innovative Therapieansätze mit dem Ziel, Folgeschäden zu vermeiden und bestehende Schäden zurückzudrehen. Prof. Peter Nawroth: „Wir müssen umdenken – es gibt ein Zurück!“ Mehr lesen…

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Dr. Şevin Turcan für herausragende Krebsforschung ausgezeichnet

4. Dezember 2018

Wer: Dr. Şevin Turcan, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und Neurologische Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg

Was: Hella-Bühler-Preis 2018, vergeben von der Universität Heidelberg, dotiert mit 100.000 Euro. Die von der Ruperto Carola vergebene Auszeichnung wendet sich an junge Forscherinnen und Forscher am Wissenschaftsstandort Heidelberg, die bereits durch herausragende wissenschaftliche Qualität in der Krebsforschung auf sich aufmerksam gemacht haben. Das Preisgeld dient dazu, ihre innovativen Arbeiten weiter zu fördern.

Wofür: Die Expertin für biomedizinische Technik forscht zur Entstehung bestimmter Hirntumoren des Zentralnervensystems, sogenannter Gliome. In der Abteilung für Neurologie leitet sie eine Max-Eder-Nachwuchsgruppe, die am NCT angesiedelt ist und von der Deutschen Krebshilfe gefördert wird. Universitätsrektor Prof. Dr. Bernhard Eitel (links) überreichte den Preis während einer Feierstunde, die Ende November 2018 im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg stattfand. Die Laudatio auf die diesjährige Preisträgerin hielt Prof. Dr. Wolfgang Wick (rechts), Geschäftsführender Direktor der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg und Leiter der Klinischen Kooperationseinheit Neuroonkologie am Deutschen Krebsforschungszentrum. Mehr lesen…

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Mobiler Überwachungsmonitor erhöht Sicherheit von herzkranken Kindern

26. November 2018

Starkes Engagement für Kinder mit angeborenem Herzfehler: Laura und Bastian Körbel aus Nussloch

Kinder mit angeborenen Herzfehlern, die im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg behandelt werden, können ab sofort noch sicherer von ihrer Station zu Untersuchungen und Eingriffen, zum Beispiel Herzkatheter oder Operation, transportiert werden. Möglich macht es ein mobiler Überwachungsmonitor, der permanent zentrale Gesundheitswerte anzeigt. Die Firma BoardingVillage GmbH aus Nussloch hat jetzt einen solchen Monitor im Wert von 5.000 Euro an das Universitätsklinikum Heidelberg gespendet.

Für Laura Körbel, Prokuristin der Firma, ist die Spende auch eine persönliche Herzensangelegenheit. „Unsere Tochter Aline war in der Heidelberger Herzchirurgie, damals gerade sechs Monate jung“, erzählt Laura Körbel. „Heute lacht sie wieder und balgt sich mit ihren beiden Brüdern.“ Auch ihr Ehemann setzt sich für herzkranke Kinder ein und arbeitet ehrenamtlich im Vorstand des Selbsthilfevereins „Herzkinder Unterland e.V.“ mit.

Professor Dr. Matthias Gorenflo, Ärztlicher Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie / Angeborene Herzfehler, dankte dem Ehepaar Körbel für die Unterstützung: „Mit dieser Spende wird konkret und unbürokratisch Hilfe zur Versorgung unserer Patienten mit angeborenem Herzfehler geleistet.“ Mehr lesen…

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EU-Gesundheitspreis für Initiative zur Tabakprävention

14. November 2018

Wer: Titus Brinker, derzeit in der Dermatologie- Facharztausbildung am Universitätsklinikum Heidelberg. Zusätzlich leitet er die Arbeitsgruppe „App Entwicklung“ am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Was: „EU-Gesundheitspreis“ der Europäischen Kommission, dotiert mit 15.000 Euro. Ausgezeichnet werden herausragende Initiativen, die die Tabakprävention und damit die öffentliche Gesundheit fördern. Unter hundert eingesandten Projekten aus ganz Europa erzielte Titus Brinker den 2. Platz.

Wofür: 2012 gründete Titus Brinker an der Universität Gießen das multinationale Netzwerk „Education Against Tobacco“ (EAT), das mittlerweile von über 3.500 freiwilligen Medizinstudenten und Ärzten von 82 medizinischen Fakultäten in 14 Ländern weltweit getragen wird. Die Organisation hat das Ziel, die schulische Tabakprävention zu fördern, die medizinische Ausbildung zu verbessern, sowie in den Dialog mit der Politik zu treten und erreicht mittlerweile über 45.000 Jugendliche pro Jahr. Mehr lesen…

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Optimale Behandlungsstrategien für Krebspatienten

9. November 2018

Wer: Dr. Sascha Dietrich, Facharzt für Hämatologie und Onkologie, Oberarzt an der Klinik für Hämotologie, Onkologie und Rheumatologie

Was: Vincenz-Czerny-Preis, vergeben von der DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V.) für wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit klinischen, experimentellen oder theoretischen Fragen der Onkologie befassen.

Wofür: Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre zeigen die genetische Vielfalt von Krebserkrankungen, sodass immer deutlicher wird, dass viele Krebspatienten eine individuelle Therapie benötigen. Ziel von Sascha Dietrich und Mitarbeitenden ist es, die Wechselwirkungen zwischen der Mikroumgebung des Tumors, seinem individuellen genetischen und molekularen Profil und Arzneimitteln zu verstehen und auf diese Weise optimale Behandlungsstrategien zu entwickeln. Mehr lesen…

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„Sammlung des Monats“: Die letzte öffentliche Hinrichtung in Heidelberg mit dem Schwert

7. November 2018

November-Ausstellung widmet sich einer dunklen Episode der Heidelberger Stadtgeschichte

„Gute Nacht für diese Welt. Herr Jesu nimm meinen Geist auf.“ Dies waren die letzten Worte von Christina Beckenbach aus Wilhelmsfeld, ehe sie am 22. Januar 1844 durch den Scharfrichter Rettig von Ettlingen mit dem Schwert hingerichtet wurde. Mehrere Tausend Menschen wohnten der Überlieferung nach der Hinrichtung – der letzten öffentlichen in Heidelberg mit dem Schwert – bei.*

Dieser dunklen Episode der Heidelberger Stadtgeschichte widmet sich im November die Ausstellung des Anatomischen Instituts im Rahmen der Reihe „Sammlung des Monats“. Gezeigt werden in der Zweigstelle der Universitätsbibliothek – erstmals vereint in einer Ausstellung – u. a. das Richtschwert, Teile der Wirbelsäule von Christina Beckenbach und ein Portrait des Scharfrichters. Hinzu kommen eine ausführliche Darstellung der Verbrechensgeschichte sowie interessante Details aus dem Leben der Täterin.

Die Vitrinenausstellung in der Zweigstelle der Universitätsbibliothek im Neuenheimer Feld 368 kann im November montags bis freitags von 8.30 bis 22 Uhr und am Wochenende von 9 bis 22 Uhr besichtigt werden. Mehr lesen…

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Neue Wege in der Mitarbeitergewinnung

23. Oktober 2018

„Infocube“, 3D-Animationen und „Mixed-Reality-Brille“ begeistern für die Arbeit in der neuen Chirurgischen Klinik

Die neue Chirurgische Universitätsklinik ist ein weiterer Meilenstein auf dem Klinikcampus im Neuenheimer Feld. Im Frühjahr 2019 soll der Neubau mit rund 21.000 Quadratmetern Nutzfläche fertig sein. Die Klinik, die aufgrund modernster Medizintechnik und intelligenter Gebäudeanordnung europaweit Maßstäbe setzt, wird dann die Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Herzchirurgie, Gefäßchirurgie, Urologie, Anästhesiologie und Radiologie des Universitätsklinikums Heidelberg beherbergen. Der Betrieb soll Mitte 2019 starten.

„Als Krankenhaus der Maximalversorgung geben wir jeden Tag das Beste für unsere Patienten. Ohne gute Pflegefachkräfte geht das nicht. Wir brauchen Experten, die sich aktiv für Verbesserungen einsetzen – und mit uns wachsen wollen.“

Edgar Reisch, Pflegedirektor

In der Chirurgie, aber auch in allen anderen Kliniken und Bereichen auf dem medizinischen Campus, werden zahlreiche neue Mitarbeiter gesucht. Das gilt ganz besonders für die Pflege, aber auch für alle anderen Berufsgruppen. Bei der erfolgreichen Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschreitet das Klinikum nun vollkommen neue Wege. Mehr lesen…

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„Zusammenhänge auf dem Silbertablett präsentiert“

23. Oktober 2018

Drei Heidelberger Medizinstudierende und ihre Erfahrungen mit der Vorklinik

Manchmal scheint die Vorklinik – die ersten vier Semester des Medizinstudiums – ein einziger Prüfungsmarathon zu sein. Praktische Übungen und abwechslungsreiches Lernen sind meist Fehlanzeige. „Durchhalten ist alles“, lautet deshalb nicht selten die Devise. Doch nicht so in Heidelberg: Hier werden die Studierenden nach einem Lehrkonzept ausgebildet, das Theorie und Praxis verbindet und wissenschaftliches Denken und lösungsorientiertes Handeln in den Vordergrund rückt.

Das Konzept ist bundesweit einzigartig: Theoretische Inhalte werden in interdisziplinären und themenzentrierten Unterrichtsformen vermittelt und durch Praxisanteile sowie Unterricht am Patienten oder an Diagnose- und Therapiegeräten ergänzt. Insbesondere die Fächer Anatomie, Biochemie und Physiologie sind eng aufeinander abgestimmt. Gemeinsame Vorlesungsreihen sorgen dafür, dass Organe und Krankheitsbilder in ihrer Gesamtheit aufgegriffen werden können. „Dabei nutzen wir die Freiheiten, die uns die Approbationsordnung lässt“, erklärt Dr. Stefan Titz, Lehrkoordinator für das Fach Physiologie und eng in die Entwicklung des Curriculums eingebunden. Mehr lesen…

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Krankengymnastik gestern und heute

23. Oktober 2018

75 Jahre Schule für Physiotherapie in Heidelberg-Schlierbach

Warum die Wahl auf Schlierbach fiel, ist nicht bekannt. Fakt ist, dass die staatliche Kölner Krankengymnastikschule, nachdem sie im Zweiten Weltkrieg bei einem schweren Bombenangriff auf die Domstadt zerstört wurde, im Oktober 1943 im Wielandheim („Landeskrüppelheim“) auf dem Gelände der Orthopädischen Klinik untergebracht wurde.

In den vergangenen 75 Jahren haben sich Lehre, Methoden und Berufsverständnis in der Krankengymnastik bzw. Physiotherapie – wie bei anderen medizinischen Berufen – stark gewandelt und weiterentwickelt. Während der Weltkriege war es noch Hauptaufgabe der Krankengymnastinnen, die Wehrtüchtigkeit wiederherzustellen. Die Verletzten in den Lazaretten mussten bewegungstherapeutisch versorgt und im Gebrauch von Prothesen, Rollstühlen und orthopädischen Hilfsmitteln geschult werden, damit sie wieder eine im Krieg nützliche Aufgabe übernehmen konnten. Die in der Regel weiblichen Krankengymnastinnen waren dabei Helferinnen der Orthopäden, die auf Anweisung des Arztes behandelten und dessen Korrespondenz erledigten. Mehr lesen…