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EU-Gesundheitspreis für Initiative zur Tabakprävention

14. November 2018

Wer: Titus Brinker, derzeit in der Dermatologie- Facharztausbildung am Universitätsklinikum Heidelberg. Zusätzlich leitet er die Arbeitsgruppe „App Entwicklung“ am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Was: „EU-Gesundheitspreis“ der Europäischen Kommission, dotiert mit 15.000 Euro. Ausgezeichnet werden herausragende Initiativen, die die Tabakprävention und damit die öffentliche Gesundheit fördern. Unter hundert eingesandten Projekten aus ganz Europa erzielte Titus Brinker den 2. Platz.

Wofür: 2012 gründete Titus Brinker an der Universität Gießen das multinationale Netzwerk „Education Against Tobacco“ (EAT), das mittlerweile von über 3.500 freiwilligen Medizinstudenten und Ärzten von 82 medizinischen Fakultäten in 14 Ländern weltweit getragen wird. Die Organisation hat das Ziel, die schulische Tabakprävention zu fördern, die medizinische Ausbildung zu verbessern, sowie in den Dialog mit der Politik zu treten und erreicht mittlerweile über 45.000 Jugendliche pro Jahr. Mehr lesen…

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Optimale Behandlungsstrategien für Krebspatienten

9. November 2018

Wer: Dr. Sascha Dietrich, Facharzt für Hämatologie und Onkologie, Oberarzt an der Klinik für Hämotologie, Onkologie und Rheumatologie

Was: Vincenz-Czerny-Preis, vergeben von der DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V.) für wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit klinischen, experimentellen oder theoretischen Fragen der Onkologie befassen.

Wofür: Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre zeigen die genetische Vielfalt von Krebserkrankungen, sodass immer deutlicher wird, dass viele Krebspatienten eine individuelle Therapie benötigen. Ziel von Sascha Dietrich und Mitarbeitenden ist es, die Wechselwirkungen zwischen der Mikroumgebung des Tumors, seinem individuellen genetischen und molekularen Profil und Arzneimitteln zu verstehen und auf diese Weise optimale Behandlungsstrategien zu entwickeln. Mehr lesen…

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„Sammlung des Monats“: Die letzte öffentliche Hinrichtung in Heidelberg mit dem Schwert

7. November 2018

November-Ausstellung widmet sich einer dunklen Episode der Heidelberger Stadtgeschichte

„Gute Nacht für diese Welt. Herr Jesu nimm meinen Geist auf.“ Dies waren die letzten Worte von Christina Beckenbach aus Wilhelmsfeld, ehe sie am 22. Januar 1844 durch den Scharfrichter Rettig von Ettlingen mit dem Schwert hingerichtet wurde. Mehrere Tausend Menschen wohnten der Überlieferung nach der Hinrichtung – der letzten öffentlichen in Heidelberg mit dem Schwert – bei.*

Dieser dunklen Episode der Heidelberger Stadtgeschichte widmet sich im November die Ausstellung des Anatomischen Instituts im Rahmen der Reihe „Sammlung des Monats“. Gezeigt werden in der Zweigstelle der Universitätsbibliothek – erstmals vereint in einer Ausstellung – u. a. das Richtschwert, Teile der Wirbelsäule von Christina Beckenbach und ein Portrait des Scharfrichters. Hinzu kommen eine ausführliche Darstellung der Verbrechensgeschichte sowie interessante Details aus dem Leben der Täterin.

Die Vitrinenausstellung in der Zweigstelle der Universitätsbibliothek im Neuenheimer Feld 368 kann im November montags bis freitags von 8.30 bis 22 Uhr und am Wochenende von 9 bis 22 Uhr besichtigt werden. Mehr lesen…

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Neue Wege in der Mitarbeitergewinnung

23. Oktober 2018

„Infocube“, 3D-Animationen und „Mixed-Reality-Brille“ begeistern für die Arbeit in der neuen Chirurgischen Klinik

Die neue Chirurgische Universitätsklinik ist ein weiterer Meilenstein auf dem Klinikcampus im Neuenheimer Feld. Im Frühjahr 2019 soll der Neubau mit rund 21.000 Quadratmetern Nutzfläche fertig sein. Die Klinik, die aufgrund modernster Medizintechnik und intelligenter Gebäudeanordnung europaweit Maßstäbe setzt, wird dann die Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Herzchirurgie, Gefäßchirurgie, Urologie, Anästhesiologie und Radiologie des Universitätsklinikums Heidelberg beherbergen. Der Betrieb soll Mitte 2019 starten.

„Als Krankenhaus der Maximalversorgung geben wir jeden Tag das Beste für unsere Patienten. Ohne gute Pflegefachkräfte geht das nicht. Wir brauchen Experten, die sich aktiv für Verbesserungen einsetzen – und mit uns wachsen wollen.“

Edgar Reisch, Pflegedirektor

In der Chirurgie, aber auch in allen anderen Kliniken und Bereichen auf dem medizinischen Campus, werden zahlreiche neue Mitarbeiter gesucht. Das gilt ganz besonders für die Pflege, aber auch für alle anderen Berufsgruppen. Bei der erfolgreichen Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschreitet das Klinikum nun vollkommen neue Wege. Mehr lesen…

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„Zusammenhänge auf dem Silbertablett präsentiert“

23. Oktober 2018

Drei Heidelberger Medizinstudierende und ihre Erfahrungen mit der Vorklinik

Manchmal scheint die Vorklinik – die ersten vier Semester des Medizinstudiums – ein einziger Prüfungsmarathon zu sein. Praktische Übungen und abwechslungsreiches Lernen sind meist Fehlanzeige. „Durchhalten ist alles“, lautet deshalb nicht selten die Devise. Doch nicht so in Heidelberg: Hier werden die Studierenden nach einem Lehrkonzept ausgebildet, das Theorie und Praxis verbindet und wissenschaftliches Denken und lösungsorientiertes Handeln in den Vordergrund rückt.

Das Konzept ist bundesweit einzigartig: Theoretische Inhalte werden in interdisziplinären und themenzentrierten Unterrichtsformen vermittelt und durch Praxisanteile sowie Unterricht am Patienten oder an Diagnose- und Therapiegeräten ergänzt. Insbesondere die Fächer Anatomie, Biochemie und Physiologie sind eng aufeinander abgestimmt. Gemeinsame Vorlesungsreihen sorgen dafür, dass Organe und Krankheitsbilder in ihrer Gesamtheit aufgegriffen werden können. „Dabei nutzen wir die Freiheiten, die uns die Approbationsordnung lässt“, erklärt Dr. Stefan Titz, Lehrkoordinator für das Fach Physiologie und eng in die Entwicklung des Curriculums eingebunden. Mehr lesen…

...bilden ausBildergaleriendas gibt es nur onlineTopthema

Krankengymnastik gestern und heute

23. Oktober 2018

75 Jahre Schule für Physiotherapie in Heidelberg-Schlierbach

Warum die Wahl auf Schlierbach fiel, ist nicht bekannt. Fakt ist, dass die staatliche Kölner Krankengymnastikschule, nachdem sie im Zweiten Weltkrieg bei einem schweren Bombenangriff auf die Domstadt zerstört wurde, im Oktober 1943 im Wielandheim („Landeskrüppelheim“) auf dem Gelände der Orthopädischen Klinik untergebracht wurde.

In den vergangenen 75 Jahren haben sich Lehre, Methoden und Berufsverständnis in der Krankengymnastik bzw. Physiotherapie – wie bei anderen medizinischen Berufen – stark gewandelt und weiterentwickelt. Während der Weltkriege war es noch Hauptaufgabe der Krankengymnastinnen, die Wehrtüchtigkeit wiederherzustellen. Die Verletzten in den Lazaretten mussten bewegungstherapeutisch versorgt und im Gebrauch von Prothesen, Rollstühlen und orthopädischen Hilfsmitteln geschult werden, damit sie wieder eine im Krieg nützliche Aufgabe übernehmen konnten. Die in der Regel weiblichen Krankengymnastinnen waren dabei Helferinnen der Orthopäden, die auf Anweisung des Arztes behandelten und dessen Korrespondenz erledigten. Mehr lesen…

LieblingsortTopthema

Grün, ruhig und mit Blick auf den Neckar

23. Oktober 2018

Mitarbeiter und ihre Lieblingsorte: Dr. Fabian Schäbe, Klinik für Allgemeine Psychiatrie, im Sinnesgarten

Warum haben Sie sich ausgerechnet hier fotografieren lassen?

Das hier ist eine kleine Oase im betriebsamen Klinikalltag. Es ist grün, ruhig und man hat einen schönen Blick auf den Neckar. Hier gehe ich gerne mit Patienten für Achtsamkeitsübungen hin, aber auch, wenn ich zwischen Arztbriefen, Gutachten und sonstigen Aufgaben den Kopf frei bekommen und frische Luft schnappen möchte.

Wo wären Sie jetzt lieber?

Im James-Simon-Park in Berlin-Mitte. Da gibt es ein fantastisches vietnamesisches Restaurant mit Blick auf Spree und Museumsinsel, auf dem Viadukt poltert im Minutentakt die S-Bahn und die Alte Schönhauser Straße zum Shoppen ist nicht weit weg. Urbanes Feeling mit Grün, das liebe ich. Wenn ich nicht mindestens einmal im Jahr in Berlin bin, bekomme ich Entzugserscheinungen. Mehr lesen…

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Trickreich, schnell und hemmungslos

23. Oktober 2018

Das bizarre Leben der Malariaparasiten

Jährlich sterben circa 445.000 Menschen an Malaria – und trotz intensiver Forschung ist es immer noch nicht gelungen, eine wirkungsvolle Waffe gegen den Erreger – den Einzeller Plasmodium – zu finden. Der Grund dafür ist, dass Plasmodium auf besonders trickreiche Weise unserem Immunsystem ausweicht und innerhalb kurzer Zeit gegen Medikamente resistent werden kann. Bei der Suche nach neuen Strategien gegen die Tropenkrankheit könnte sich jedoch genau die einzigartige Biologie dieses rätselhaften Lebewesens als Ansatzpunkt für neue Therapien herausstellen, wie Wissenschaftler des Heidelberger Zentrums für Infektiologie zur Zeit erforschen. Mehr lesen…

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Neue Heimat Hautklinik

23. Oktober 2018

Abdoulie Manneh floh 2016 aus Gambia und bringt sich nun mit Herzblut und Optimismus in der Krankenpflege ein

Ginge es nach den Kolleginnen und Kollegen in der Hautklinik, hätten sie „ihren“ Abdoulie wohl schon längst adoptiert: „Das ist wie eine Familie für mich. Das Team hat mir alles gegeben: Unterstützung, Hilfe bei der Wohnungssuche, Geld, die Möglichkeit, zu lernen, alles“, sagt der 31-jährige Lehrer, der im Oktober 2016 aus Gambia nach Deutschland floh. Genauer aus Italien nach Deutschland, denn dort trat der Sportler bei einem internationalen Laufwettbewerb im Halbmarathon an. „Ich bin dann nicht mehr mit zurückgegangen“, erzählt er, ohne auf die genauen Hintergründe seiner Flucht einzugehen. Über die Verhältnisse in seinem Heimatland Gambia ist wenig bekannt: 22 Jahre herrschte Diktator Yahya Jammeh, der das Land nach außen abschottete. Es gibt Berichte über willkürliche Verhaftungen und Hinrichtungen, Entführungen und Folter. 2017 gelang dem Land allerdings ein unblutiger Machtwechsel. Wie es sich nun weiter entwickelt, ist noch offen.

Klar ist jedenfalls: Gambia zählt zu den ärmsten Ländern der Welt, es gibt kaum Arbeit und Perspektiven. „Ein Studium kann sich zuhause kaum jemand leisten“, so Abdoulie Manneh. Aber genau das ist ein Traum des wissbegierigen jungen Mannes, am liebsten würde er Medizin, Biologie oder Informatik studieren. „Bildung ist der Schlüssel, um die eigene Situation zu verbessern“, ist er überzeugt. Entsprechend zielstrebig ging er seine Zeit in Deutschland an: In den letzten zwei Jahren brachte er sich selbst die deutsche Sprache bei: „Solange ich noch nicht arbeiten durfte, saß ich von morgens bis abends in der Bibliothek und habe gelesen, gelesen, gelesen, ob ich es verstanden habe oder nicht. Dann kam es von allein, einen Deutschkurs habe ich nicht besucht.“ Mehr lesen…

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Fachlich und mental eine grosse Herausforderung

23. Oktober 2018

Weiterbildung bereitet seit 40 Jahren auf die Herausforderung Kinder-Intensivpflege vor

Claudia Butz muss nicht lange überlegen, wenn man sie auf ihre eindrucksvollste Erinnerung ihrer beruflichen Laufbahn anspricht. Die Fachkinderkrankenpflegerin für Pädiatrische Intensivpflege, die auf der Kinder-Intensivstation der Kinderklinik arbeitet, erzählt: „Das war vor 20 Jahren, als ich einen jungen Patienten und seine Familie bei einer Herztransplantation begleitet habe.“ Bis heute schreiben sich die beiden und treffen sich auch regelmäßig. Für sie war es eine besonders prägende Situation, denn „wir haben gemeinsam schwer gekämpft, und es ist schön zu sehen, dass es sich gelohnt hat.“

Auch wenn solche Patientenschicksale für Claudia Butz und ihre Kolleginnen und Kollegen zum beruflichen Alltag gehören – die intensivmedizinische Betreuung schwerstkranker Neugeborener und Kinder stellt für sie und das Team sowohl fachlich als auch mental eine große Herausforderung dar. Um dieser gewachsen zu sein, bereitet die Fachweiterbildung „Pädiatrische Intensivpflege“ an der Akademie für Gesundheitsberufe AfG und dem Zentrum für Kinder-und Jugendmedizin die Pflegenden optimal auf die Aufgabe vor – und das seit mittlerweile 40 Jahren. Auch Claudia Butz hat von der Weiterbildung profitiert. 1988 schloss sie ihre Ausbildung zur Kinderkrankenschwester auf der Intensivstation der Kinderklinik ab. Ihre Weiterbildung begann sie bereits zwei Jahre später. „Ich wollte genau wissen, warum was gemacht wird“, berichtet Claudia Butz. Mehr lesen…