Unser Klinikum

„Das war eine sehr gute Zeit“

18. Mai 2017
Bild aus KLinikTicker

Professor Dr. Guido Adler verlässt zum 31. Mai das Klinikum

1.825 Tage hat Prof. Dr. Guido Adler die Geschicke des Universitätsklinikums als Leitender Ärztlicher Direktor gelenkt. Eine Zeit voller Herausforderungen, die der Internist  und begeisterte Wissenschaftler sehr gerne angenommen hat. „45 Jahre Hochschulmedizin sind genug“, sagt er und freut sich, dass Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät in den letzten fünf Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen haben.

Der Klinikticker sprach mit Prof. Adler über seine Zeit am Klinikum, seine Pläne und seine Wünsche für die Zukunft.

Was hat Ihre Zeit in Heidelberg geprägt? Von Anfang an beeindruckend war die Bereitschaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Leistungen auf höchstem Niveau gemeinsam zu erbringen. Auch kann ich gar nicht oft genug betonen, wie konstruktiv und respektvoll die Arbeit in Klinikums- und Fakultätsvorstand war. Die selbstverständliche und sehr kompetente Unterstützung der Administration war großartig. Durch starken persönlichen Einsatz, unternehmerischen Mut und Weitsicht wurde das Klinikum zu einem der besten Universitätsklinika in Deutschland. Summa summarum: das war eine sehr gute Zeit! Mehr lesen…

Arbeiten und LebenTopthema

Kleine Sprünge, große Wirkung

18. Mai 2017
Arbeiten und Leben_Fit im Klinikum

 „Fit im Klinikum“ startet mit neuem Programm durch

Trampolinspringen wird unterschätzt. Es ist Donnerstagabend und die Uhr im Sportraum neben der alten Kinderklinik zeigt 18.15 Uhr an. Alle Kurs-Teilnehmerinnen hüpfen rhythmisch auf ihren runden Sportgeräten. Meine Waden brennen und die Musik-Beats schallen aus den Boxen. Noch bevor ich über den Muskelkater am nächsten Tag nachdenken kann, turnt unsere Trainerin Francesca Profit die nächste Übung vor. Die Knie müssen höher. Alle lächeln tapfer und geben noch einmal alles.

„World-Jumping“ heißt der neue Trendsport auf dem Mini-Trampolin, der seit einigen Wochen bei „Fit im Klinikum“ angeboten wird. Das Fitnessprogramm gilt als besonders effektiv und gelenkschonend. Bereits die NASA trainierte ihre Astronauten mit diesem Herz- und Kreislauftraining, dem so genannten „Rebounding“, für die Schwerelosigkeit. „Durch das Auf- und Abhüpfen wird die Tiefenmuskulatur in den Beinen und im Rücken trainiert“, erklärt Francesca Profit. Die Resonanz auf das neue Angebot sei überwältigend. „Wir bieten den Kurs seit Ostern gleich zweimal wöchentlich an“, freut sich die Trainerin. Mehr lesen…

Gewusst

Das Gekröse – neues Organ oder Marketing-Gag?

18. Mai 2017

von Professor Dr. Joachim Kirsch, Geschäftsführender Direktor Institut für Anatomie und Zellbiologie

Gewusst_kirsch_joachim09Ende des letzten Jahres forderten die beiden Chirurgen Calvin Coffey und Peter O’Leary im Fachblatt „Lancet Gastroenterology and Hepatology“, das Gekröse oder Mesenterium –  die Gewebestruktur, mit der der Darm im Bauchraum befestigt ist – als eigenes Organ zu definieren. Seitdem gehört diese Veröffentlichung zu den am häufigsten gelesenen Artikeln dieser Zeitschrift.  Als wichtiges Argument für die „Organ-These“ wird angeführt, dass es sich bei dem Mesenterium um eine einheitliche Struktur handele, obwohl sie beim Erwachsenen in mehrere anatomisch unterscheidbare Abschnitte unterteilt wird. Darüber hinaus spiele das Mesenterium eine wichtige Rolle bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Warum diese Aufregung und was ist das Mesenterium eigentlich? Mehr lesen…

Lieblingsort

Eine schöne Zeit in der alten Frauenklinik

18. Mai 2017
Mein Lieblingsort_Erika Stubbe Schmidt

Mitarbeiter und ihre Lieblingsorte: Erika Stubbe-Schmitt, in der Frauenklinik Leiterin der Ambulanzen und des Zentralen Patientenmanagements, verbindet mit der alten Frauenklinik nostalgische Erinnerungen

Warum haben Sie sich ausgerechnet hier fotografieren lassen?

Mit dem alten Eingang der Universitäts-Frauenklinik in der Voßstraße verbinde ich eine schöne Zeit, schließlich habe ich einen großen Teil meines Berufslebens hier verbracht. Es sind aber nicht nur nostalgische Gründe. Der Eingangsbereich und die alten Gemäuer strahlen für mich auch etwas Universitäres aus.

Wo wären Sie jetzt lieber?

In meinem Rustico, meinem alten Steinhaus am Lago Maggiore, dort bin ich mehrmals im Jahr. Mehr lesen…

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Musikalische Weltpremiere in der Alten Aula

18. Mai 2017
Der Große Auftritt Alberto am Flügel

Dank Dr. Rüdiger Rupp ging für den querschnittgelähmten Alberto ein Traum in Erfüllung

Als das Publikum in der Alten Aula der Universität Heidelberg nach dem Auftritt begeistert applaudierte, waren Pianist und Ingenieur Freude und Erleichterung deutlich ins Gesicht geschrieben. Für den einen – den 15-jährigen, querschnittgelähmten Alberto Mancarella aus Los Angeles – ging ein Traum in Erfüllung: Der junge Pianist spielte auf dem Flügel Auszüge aus dem Italienischen Konzert von Bach – erstmals vor Publikum unter Verwendung einer Funkbeißschiene, die ihm die Bedienung des rechten Fußpedals des Pianos mit Hilfe der Zunge erlaubte. Entwickelt wurde die Beißschiene von Dr.-Ing. Rüdiger Rupp, Leiter der Sektion Experimentelle Neurorehabilitation des Querschnittzentrums am Klinikum, seinem Mitarbeiter Sebastian Kuppinger und dem Zahntechniker Tobias Gallinat. „Heute wäre Bachs Geburtstag“, erklärte Rüdiger Rupp anschließend. „Über dieses Konzert hätte er sich sehr gefreut.“ Und Alberto fasste zusammen: „Ich bin sehr sehr glücklich.“ Dem außergewöhnlichen Auftritt am 31. März im Rahmen der Preisverleihung der Deutschen Stiftung Querschnittlähmung (DSQ) an PD Dr. Michael Akbar (siehe Artikel unten) war allerdings eine langjährige Entwicklung vorausgegangen. Mehr lesen…

Ausgezeichnetdas gibt es nur onlineMedienVideos

Für gelähmten Pianisten erfüllt sich ein Traum

18. Mai 2017
Screenshot SWR LAndesschau

Alberto Mancarella aus Los Angeles ist 15 Jahre alt und ein begnadeter Pianist. Aufgrund seiner Querschnittlähmung konnte er bisher Klavierstücke, die den Einsatz von Pedalen vorsehen, nicht spielen – sein Stipendium für seine musikalische Ausbildung in den USA war in Gefahr.

Schließlich sorgt eine Funkbeißschiene – eine Erfindung von Dr.-Ing. Rüdiger Rupp, Leiter der Sektion Experimentelle Neurorehabilitation des Querschnittzentrums am Universitätsklinikum Heidelberg, seinem Mitarbeiter Sebastian Kuppinger und dem Zahntechniker Tobias Gallinat – dafür, dass sich Albertos großer Traum doch noch erfüllt.

Als Alberto Ende März nach Heidelberg kam, um erstmals mit der Funkbeißschiene vor größerem Publikum Klavier zu spielen, wurde er von SWR-Reporterin Sabrina Mann und einem Kamerateam begleitet. Herausgekommen ist eine rührende Geschichte, die nicht nur uns die Tränen in die Augen treibt.

>>Hier geht es zum Beitrag der SWR-Landesschau Baden-Württemberg (4.4.2017, 18.45 Uhr)

 

 

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Für ein oder mehrere Semester ins Ausland

18. Mai 2017
Europakarte Erasmus

Studieren in Madrid, Paris oder Wien – das europäische Austauschprogramm Erasmus+ macht es möglich

Fast zwei Drittel aller Heidelberger Medizinstudenten gehen während ihres Studiums ins Ausland. Sie entscheiden sich für ein oder mehrere Semester im Rahmen des europäischen Austauschprogramms Erasmus+ oder absolvieren Teile des Praktischen Jahres in der Fremde. Hinzu kommen unzählige selbstorganisierte Pflegepraktika, Famulaturen und Dissertationsprojekte auf der ganzen Welt. Nach ihrer Rückkehr beschreiben sich die Studierenden als kreativer, durchsetzungsfähiger, gelassener, toleranter und offener. Sie haben ihre Sprachkenntnisse vertieft, ein internationales Netzwerk aufgebaut und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert. Mehr lesen…

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Luft zum Atmen

18. Mai 2017
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Alexandra Meck ist Atmungstherapeutin auf der gastroenterologischen Intensivstation

„Herr Müller, können Sie mich verstehen?“ Während Alexandra Meck, Fachkrankenschwester für internistische Intensivpflege, die Frage stellt, drückt sie den linken Arm des Patienten und wartet auf eine Reaktion. Ganz schwach, nur für einen kurzen Augenblick, hebt der Mann das Augenlid, dann fällt er wieder in seinen schlafähnlichen Zustand. Seit 38 Tagen liegt Herr Müller auf der gastroenterologischen Intensivstation in der Medizinischen Klinik. Er wird beatmet, d.h. in der Luftröhre des Mannes, zwischen dem zweiten und vierten Halswirbel, steckt die mit einem Klettband um den Hals befestigte Beatmungskanüle. Von dort aus führt ein Schlauch zu einem Gerät, das in regelmäßigen Abständen die Lunge des 59-Jährigen mit lebensnotwendigem Sauerstoff versorgt. Mehr lesen…

das gibt es nur onlineStarke MitarbeiterTopthema

Fünfmal von Flensburg bis ins Allgäu

18. Mai 2017
Starke Mitarbeiter Klaus Bensching hochkant

Klaus Bensching, Musik- und Lauftherapeut am Zentrum für Psychosoziale Medizin, läuft 4.500 Kilometer im Jahr

„Ab 30 Kilometer tut alles weh. Wenn man das überwindet, kommen wieder Phasen, in denen es sich wie von allein läuft. Das ist wie im richtigen Leben“, sagt Klaus Bensching, Musik- und Lauftherapeut am Zentrum für Psychosoziale Medizin. Seit rund zehn Jahren läuft er sogenannte Ultramarathons, also Distanzen mit mehr als 42,2 Kilometern, im letzten Jahr bewältigte er seinen ersten Wettkampf über 100 Kilometer. Rund viermal im Jahr nimmt der 51-Jährige an solchen Ultraläufen teil, dazu noch an „normalen“ Marathons. Zusammen mit dem regelmäßigen Training kommen da schon einige Kilometer zusammen: 2016 waren es, so schätzt er, an die 4.500 Kilometer. Das entspricht etwa fünfmal einer Durchquerung Deutschlands von Flensburg an der dänischen Grenze bis nach Oberstdorf im Allgäu. Mehr lesen…

...forschenWir...

Mit kleinem Eingriff eine große Operation vermeiden?

18. Mai 2017
Bild Frauenklinik IV

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert eine im März gestartete klinische Brustkrebs-Studie mit einer Million Euro

Nach der Chemotherapie folgt bei fast allen Brustkrebspatientinnen eine Operation mit Entnahme von zumindest ehemals erkranktem Gewebe – so schreiben es die Leitlinien der Fachgesellschaften vor. Forscher um Prof. Jörg Heil vom Brustzentrum der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg treibt die Frage um, ob selbst nach vollständigem Verschwinden der Tumorzellen in der Brust eine Operation zwingend notwendig ist, oder ob manchen Patientinnen der teilweise physisch und psychisch belastende Eingriff erspart werden könnte. Mit dieser Motivation beginnt im März 2017 unter Heidelberger Leitung eine erste Studie mit 600 Patientinnen an 18 Brustkrebszentren in Deutschland, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit der hohen Fördersumme von einer Million Euro unterstützt wird. Der KlinikTicker beatwortet die wichtigsten Fragen. Mehr lesen…