Aus den Kliniken / Aus der Fakultät
„Ich gehe zur Bestrahlung“
Neue Broschüre zur Strahlentherapie bei Kindern
„Hallo, ich heiße Daniel, ich habe einen Tumor im Kopf. Damit ich wieder gesund werde, bekomme ich eine Strahlentherapie in der Strahlenklinik.“ Das sind die ersten Sätze in der neuen Strahlentherapie-Broschüre für Kinder im Grundschulalter, eine Gemeinschaftsproduktion des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin und der Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie mit Unterstützung der Deutschen Kinderkrebsstiftung.
Das Medienzentrum, verantwortlich für Bebilderung und Layout, erreicht mit der Gestaltung der Broschüre eine Synthese aus mehreren Stilmitteln: Gezeigt wird die Foto-Geschichte des kleinen Daniel, der die Leser an den einzelnen Stationen einer Bestrahlungstherapie teilhaben lässt, angereichert durch Erklärungen der wichtigsten Begriffe und Comic-Elemente. So wird die Therapie den jungen Tumorpatienten kindgerecht erklärt und sie lernen, was Begriffe wie „hyperfraktionierte Bestrahlung“ oder „Gesamtdosis“ bedeuten.
Junge Patienten des Klinikums, die zur Bestrahlung gehen, bekommen die 36-seitige Broschüre kostenlos. Sie kann außerdem auf der Internetseite der Kinderkrebsstiftung www.kinderkrebsstiftung.de/information zum Preis von zwei Euro bestellt werden. Das Heft, das Kindern die Angst vor der Bestrahlung nehmen soll, wurde von der Erziehungswissenschaftlerin Renate Sedlak vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin mit entwickelt. „Wir haben nicht jedes Detail erschöpfend dargestellt, sondern geben einen Überblick“, sagt Professor Dr. Daniela Schulz-Ertner, Oberärztin an der Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie. Ein bisschen Spaß ist auch dabei: Eine Bestrahlung dauert laut Broschüre ungefähr zwei Lieblingslieder lang – und das am besten in voller Lautstärke! TB

- Dr. May-Britt Becker
Neue Geschäftsführerin im Amt
Exzellenzcluster „Zelluläre Netzwerke“ wird verwirklicht
Ein ehrgeiziges Projekt wird derzeit umgesetzt: Im Exzellenzcluster „Zelluläre Netzwerke“ haben sich 74 Forschungsgruppen unter der Leitung von Professor Dr. Hans-Georg Kräusslich, Geschäftsführender Direktor des Hygiene-Instituts, zusammengefunden. Fördermittel von Bund und Ländern werden für zunächst fünf Jahre die Untersuchung molekularer Netzwerke ermöglichen, die innerhalb von Zellen für Funktion und Anpassung biologischer Systeme an die Umwelt sorgen. An diesem Zukunftsprojekt sind fünf Heidelberger Fakultäten, das Deutsche Krebsforschungszentrum, das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie, das Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung und das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim beteiligt.
Seit dem 1. März ist die Stelle der Geschäftsführerin mit Dr. May-Britt Becker besetzt. Die promovierte Biologin war bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft in der Abteilung tätig, in der die Exzellenzinitiative zu den Clustern entwickelt und vorangebracht wurde. „Von daher kennt sie die gesamte Infrastruktur“, so Professor Kräusslich. Die Geschäftsstelle wird ihren Sitz im Bioquant-Gebäude haben.
Auch die Einrichtung von sechs Stellen für Nachwuchsgruppenleiter wird vorangetrieben. Im Sommer sollen bereits die ersten Gruppen und bis Ende 2007 alle sechs Nachwuchsgruppen ihre Arbeit aufnehmen. Parallel dazu laufen die Verfahren für die neuen Professuren für Kryoelektronen-Mikroskopie und Proteinevolution; die Vorträge der Kandidaten finden im April und Mai statt. Uni
Preise und Ehrungen
Privatdozentin Dr. Monika Keller erhielt am 23. März den mit 2500 Euro dotierten Roemerpreis 2007 der Hans-Roemer-Stiftung für ihre Arbeit zum Thema „Psychosoziale Aspekte bei familiärem Darmkrebs“. Die Leiterin der Sektion Psychoonkologie an der Abteilung für Psychosomatische und allgemeine klinische Medizin hat sich unter anderem in ihrer Habilitationsschrift intensiv mit den psychosozialen Aspekten von erblichem Darmkrebs beschäftigt. Der Roemerpreis wird jährlich für die beste Forschungsarbeit zur Förderung der Integration psychosomatischer Fragestellungen in die Allgemeinmedizin oder in die klinischen Fächer der Medizin vergeben. Die Preisverleihung fand im Rahmen des gemeinsamen Kongresses der Psycho-somatik-Gesellschaften DGPM und
DKPM in Nürnberg statt.
Professor Dr. Burkhard Tönshoff, Leitender Oberarzt der Abteilung Kinderheilkunde I, wurde für vier Jahre zum Councilor der International Pediatric Transplant Association gewählt.
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