Zum Schluss

Kreuz

Kreuzungspunkt

Worte zum Osterfest

„Leuchtendes Kreuz“ nennt Manfred Hartmann sein Bild.

In der Klinik fällt einem schnell das Rote Kreuz dazu ein oder ein Verbandskasten. Auf alle Fälle wird einem da geholfen. Allerdings sind die Farben gerade umgekehrt verteilt: Rotes Kreuz und außen weiß.

Welches Signal setzt denn dieses „umgekehrte“ Kreuz? Der rote Hintergrund erinnert in seinen Formen an ein Hemd. In diesen Tagen, an denen wir den Weg des Leidens und Todes Jesu bedenken, lässt es auch an das letzte Hemd Jesu denken. Dieses rote Hemd signalisiert: Jesus ist ein Mensch mit Herzblut.

So hat er gelebt. Unmittelbar, echt, den Menschen zugewandt, er konnte zwischen den Zeilen menschlichen Lebens lesen, er hat sich eingelassen auf das menschliche Leben. Schuld und Versagen, Krankheit und Angst hat er ernst genommen – und die dazu gehörigen Menschen. Als Mensch mit Herzblut ist er gestorben.

Und das war’s?
Nein, eben nicht!
Er ist auferstanden vom Tod.
Er lebt.
Sein Herzblut fließt weiter in unseren Adern, wenn wir das Herz am rechten Fleck haben, wenn wir dem Morgen vertrauen, wenn unser Vertrauen größer ist als unsere Angst, wenn wir uns helfen lassen, das Lachen anzustimmen, das hüpfende, restlose goldene Lachen.

Mit vielen guten Wünschen für Ihre Ostern und Ihre Auferstehungen grüßen wir Sie.

Martina Reiser
Katholische Klinikseelsorgerin

 

Keins seiner Worte
glaubte ich, hätte er nicht
geschrien: Gott, warum
hast du mich verlassen.
Das ist mein Wort, das Wort
des untersten Menschen.
Und weil er selber
so weit unten war, ein
Mensch, der „Warum“ schreit und
schreit „Verlassen“, deshalb könnte man
auch die anderen Worte,
die von weiter oben,
vielleicht
ihm glauben.

 Rudolf Otto Wiemer

 

 

 

 

 

Irgendwann
aus allem Heulen
und Stöhnen heraus
wirst du uns helfen,
das Lachen anzustimmen,
das hüpfende,
restlose,
goldene Lachen.


 Gottfried Bachl

 

 

 

 

Von Angsthasen und Helden

Die Augsburger Puppenkiste war in der Kinderklinik

Viel Freude löste auch in diesem Jahr  die Augsburger Puppenkiste bei den kleinen Patienten aus: Am 9. März waren die drolligen Puppen aus der weltberühmten Kiste mit dem Stück „Das kleine Känguru und der Angsthase“ im Hörsaal der Kinderklinik zu Gast. Die Geschichte des berühmten Kinderbuchautoren Paul Maar („Am Samstag kam das Sams zurück“) sollte den Kindern Mut machen und dazu beitragen, dass sie für kurze Zeit den Klinikalltag vergessen. Die Kinder nahmen die 40-minütige Vorstellung mit Musik des Kinderliedermachers Rolf Zuckowski und anschließender „Streichelstunde“ mit den beliebten Puppen mit Begeisterung auf.

 

Augsburger Puppenkiste

 

 

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