Aus den Kliniken
Laser gegen Krampfadern
Eine ernsthafte Konkurrenz für das "Stripping"
Die Hautklinik bietet seit kurzem eine neue Behandlung für Krampfadern an: Die erweiterten Venen werden mit Hilfe eines in das Blutgefäß eingeführten Lasers verschlossen. Blutungen sind wesentlich seltener; Rückfälle kommen weniger häufig als bei der gängigen operativen Entfernung ("Stripping") der Krampfadern vor, wie die aktuellen Behandlungsergebnisse belegen.
Allerdings gibt es bislang noch keine Langzeitergebnisse; diese sollen nun in einer Studie an mehreren Kliniken Deutschlands ermittelt werden. Auch die regelhafte Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen steht noch aus, obwohl das Verfahren selbst keineswegs teurer ist als andere Behandlungsformen für Krampfadern.
Gegen chronische Schmerzen
Neurostimulator mit langer Haltbarkeit erstmals eingesetzt

Der Neurostimulator "Restore" der Firma Medtronic ist kaum halb so groß wie eine Handfläche.
An der Neurochirurgischen Klinik ist erstmals in Deutschland ein Neurostimulator zur Bekämpfung schwerer chronischer Schmerzen eingesetzt worden, der eine besonders lange Haltbarkeit hat. Seine Batterien können von außen aufgeladen werden und müssen deshalb bis zu zehn Jahre lang nicht ausgetauscht werden.
Vor allem Patienten, die an unerträglichen Schmerzen nach Nervenschädigungen, zum Beispiel nach Bandscheibenoperation, aber auch durch Durchblutungsstörungen leiden, sind Kandidaten für die Stimulationsbehandlung. Das Haupteinsatzgebiet liegt bei so genannten "radikulären" Schmerzen, d. h. der Schmerz strahlt vor allem in die Arme oder Beine aus.
Großzügiges Engagement für die Herzforschung
Förderpreis-Stifter Winterstein zu Besuch im Klinikum
"Wir sind begeistert!" So lautete das Fazit des Ehepaars Wilhelm P. und Ursula Winterstein bei ihrem Besuch der Medizinischen Klinik. Professor Dr. Hugo A. Katus, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Kardiologie, Angiologie und Pulmologie, hatte gemeinsam mit seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Patrick Most, dem Gewinner des mit 10.000 Euro dotierten Wilhelm P. Winterstein Förderpreises der Deutschen Herzstiftung 2004, das Ehepaar zu einer Führung durch Klinik und Forschungslabore eingeladen.
Dr. Patrick Most und sein Team wurden für die Entwicklung einer wirksamen Gentherapie gegen Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) im Tiermodell ausgezeichnet. „Unsere Ergebnisse sind sehr vielversprechend", sagt der Preisträger. "Wir hoffen, ein neues Medikament gegen Herzschwäche entwickeln zu können.“
Das Ehepaar Ursula und Wilhelm P. Winterstein, Stifter des Förderpreises der Deutschen Herzstiftung, bei ihrem Besuch in der Medizinischen Klinik.
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