BioFuture-Preis

Spitzenpreis der Biotechnologie verliehen

BioFuture-Auszeichnung ging an vier Nachwuchswissenschaftler der Medizinischen Fakultät

Am 25. August vergangenen Jahres waren sie von einer Expertenjury für den begehrten BioFuture-Preis 2004 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vorgeschlagen worden. Am 31. Januar 2005 war es endlich soweit: Im Rahmen einer zweitägigen Präsentation des BioFuture-Wettbewerbs in Berlin überreichte der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kasparick die Preise an acht Gewinner, darunter:
Dr. Raffi Bekeredjian von der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmologie der Medizinischen Universitätsklinik (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Hugo A. Katus), Dr. Friedrich Frischknecht und Dr. Markus Meissner (beide Abteilung Parasitologie des Hygieneinstituts, Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Michael Lanzer) und PD Dr. Carsten Watzl vom Institut für Immunologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Stefan Meuer).

Kasparick ermunterte die jungen Forscher, ihre Karriere auch außerhalb der wissenschaftlichen Laufbahn zu suchen. In der deutschen Biotechnologie gebe es noch ein enormes Gründungs- und Gründerpotential.
 

Krebs, Malaria und schwere Herzerkrankungen im Blickfeld

Mit einem Preisgeld von im Durchschnitt je 1,5 Millionen Euro ist der BioFuture-Preis die höchst dotierte Auszeichnung für junge Wissenschaftler in Deutschland. Die Forscher bauen mit den Geldern eigene Arbeitsgruppen auf und verfolgen ein selbst gewähltes Forschungsthema.

So beschäftigt sich Dr. Carsten Watzl mit den Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) des Immunsystems. Ziel ist es, die Aktivität der NK-Zellen auf molekularer Ebene zu regulieren und sie so z.B. gegen Krebszellen zu aktivieren.

Dr. Markus Meissner sucht bei Parasiten, die z.B. Malaria verursachen können, nach bestimmten Genen, die als Angriffspunkte für die Medikamenten- und Impfstoffentwicklung dienen könnten.

Mit den Mechanismen der Malaria-Übertragung von Stechmücken auf den Menschen befasst sich Dr. Friedrich Frischknecht. Außerdem untersucht er die innere Struktur der Parasiten.

Dr. Raffi Bekeredjian beschäftigt sich mit einer Technik, die in einigen Jahren z.B. zur Therapie von schweren Herzerkrankungen eingesetzt werden soll. Dabei werden Wirkstoffe oder Gene in kleine Bläschen ("Microbubbles") verpackt und durch hochenergetischen Ultraschall gezielt zum Platzen gebracht.

Die BioFuture-Preisträger 2004 bei der Preisverleihung am 31. Januar in Berlin. Aus Heidelberg dabei: Dr. Friedrich Frischknecht (1. von links), Dr. Carsten Watzl (2. von links), Dr. Raffi Bekeredjian (3. von rechts) und Dr. Markus Meissner (2. von rechts). Der Preis wurde verliehen von Ulrich Kasparick, Parlamentarischer Staastsekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung (5. von links). Foto: Jennifer Sauerland



Begehrter BioFuture-Preis lockt Nachwuchsforscher aus dem In- und Ausland

Der BioFuture-Preis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wird jährlich an herausragende Nachwuchswissenschaftler verliehen, in diesem Jahr zum sechsten Mal. Mit einem Preisgeld von im Durchschnitt je 1,5 Millionen Euro ist dies die höchst dotierte Auszeichnung für junge Forscher in Deutschland. Mit dem Preisgeld bauen die Nachwuchswissenschaftler eigene Arbeitsgruppen auf und verfolgen ein selbst gewähltes Forschungsthema.

Ziel des BioFuture-Wettbewerbs ist es, exzellente Nachwuchskräfte für die Wirtschaft und Wissenschaft im Bereich Biotechnologie zu gewinnen. Seit 1998 haben sich mehr als 1200 Forscher an diesem erfolgreichen Wettbewerb beteiligt, 51 Preisträger profitieren bisher von der Förderinitiative.

Der Wettbewerb ist auch international sehr erfolgreich. So konnten bereits 12 deutsche Wissenschaftler aus dem Ausland zurückgeholt werden und fünf ausländische Spitzenkräfte forschen mit BioFuture-Unterstützung in Deutschland. Schon jetzt haben 20 Preisträger einen Ruf an eine Universität erhalten, 11 Nachwuchskräfte haben ein eigenes Unternehmen gegründet und zusammen über 250 hoch qualifizierte Mitarbeiter eingestellt. Dabei konnten sie mehr als 80 Millionen Euro an privatem Kapital mobilisieren.


Informationen im Internet:
http://www.biofuture-wettbewerb.de


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