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Patientensicherheit durch effektives Fehlermanagement erhöhen

2. Mai 2018

Wer: Nicola Putzke, Absolventin des Bachelorstudiengangs Interprofessionelle Gesundheitsversorgung der Medizinischen Fakultät Heidelberg –

Was: Nachwuchspreis für herausragende Qualifikationsarbeiten in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften, vergeben beim internationalen wissenschaftlichen Kongress für Pflegeforschung, dotiert mit 400 Euro. Mit der Nominierung der besten Arbeiten war die Einladung zum Kongress „Forschungswelten“ vom 19. bis 20. April an der Fachhochschule St. Gallen verbunden. Nicola Putzke setzte sich gegen knapp 100 Bewerbungen durch und erzielte den 2. Platz in der Kategorie „Best of Bachelor“.

Wofür: Im Krankenhaus bereits etablierte Fehlermanagementsysteme hängen entscheidend von der Bereitschaft und Fähigkeit der Mitarbeiter ab, Fehler adäquat zu melden. Studien belegen, dass nur 50 Prozent der entstandenen Fehler angegeben werden, wodurch die Patientensicherheit gefährdet wird und Kosten in Millionenhöhe entstehen. Umso wichtiger ist es, die Anwendung des klinikinternen Fehlermanagements in der stationären Krankenhausversorgung zu überprüfen: Nicola Putzke übersetzte in ihrer Abschlussarbeit einen bereits etablierten Fragebogen, der Haltungen und Kenntnisse von Mitarbeitern zu Fehlermeldeprozessen erfasst, ins Deutsche und ergänzte diesen um weitere kontextbezogene Fragen. Der neu konzipierte Fragebogen wurde auf einer Intensivstation am Universitätsklinikum in enger Absprache mit der Stationsleitung getestet.

Nicola Putzke ist es gelungen, ihre Bachelor-Arbeit einem hochaktuellen Thema zu widmen. Dabei legte sie eine herausragende wissenschaftliche Expertise und hohes persönliches Engagement an den Tag. Die präzise Fragestellung, eine strukturierte methodische Umsetzung und ein gelungener Praxistransfer überzeugten auch den international besetzten Expertenbeirat, der die Arbeit schließlich mit dem 2. Platz in der Kategorie „Best of Bachelor“ bedachte.

Nicola Putzke setzt ihr Studium an der Medizinischen Fakultät Heidelberg im Masterstudiengang „Versorgungsforschung und Implentierungswissenschaft im Gesundheitswesen“ fort. Während ihres Studiums arbeitet sie weiterhin als Logopädin in Teilzeit in einer Praxis in Mannheim. In ihrer Masterarbeit führt sie eine methodische Validierung des in der Bachelorarbeit entwickelten Fragebogens durch, um dessen Anwendung im deutschsprachigen Raum zu ermöglichen.

Der Studiengang Interprofessionelle Gesundheitsversorgung der Medizinischen Fakultät Heidelberg

Wer kommt für den Studiengang „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ in Frage? Wie lange dauert das Studium? Was hat es mit dem Quereinstieg auf sich?

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