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Wie überwinden Hepatitis-Viren die Immunabwehr?

30. Juni 2016
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Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert neuen Sonderforschungsbereich mit 12,1 Millionen Euro

Die Freude war groß, als die Nachricht aus Bonn eintraf: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert über einen Zeitraum von vier Jahren einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) an der Medizinischen Fakultät mit 12,1 Millionen Euro. Der neue transregionale SFB 179 „Ursachen der Ausheilung bzw. Chronifizierung von Infektionen mit Hepatitisviren“ geht am Beispiel der verschiedenen Hepatitis-Formen der Frage nach, warum manche Infektionen ausheilen und andere einen chronischen Verlauf nehmen. Sprecher ist Professor Dr. Ralf Bartenschlager, Direktor der Abteilung für Molekulare Virologie am Zentrum für Infektiologie des Klinikums und Leiter des Forschungsschwerpunkts Infektionen und Krebs am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Neben weiteren Wissenschaftlern der Universität Heidelberg sind Teams des Universitätsklinikums Freiburg, der TU und LMU München sowie des DKFZ beteiligt. Für die Heidelberger Arbeitsgruppen des neuen SFBs wird in absehbarer Zeit ein neues Gebäude mit modern ausgestatteten Laboren zur Verfügung stehen: Der Forschungsbau für das neue Zentrum für Integrative Infektionsforschung (CIID) ist ab 2017 bezugsfertig. Mehr lesen…

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Zwei Bundesverdienstkreuze und der Deutsche Krebspreis

29. Juni 2016
Bild aus KlinikTicker mit den drei Königen

Gleich drei Mediziner von Fakultät und Klinikum wurden für ihre herausragenden Leistungen geehrt

Professor Dr. Wolfgang U. Eckart ist mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Der Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Medizinischen Fakultät erhielt die Ehrung für seine Verdienste um das Gemeinwohl. Theresia Bauer, Wissenschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, würdigte bei der Verleihung Eckarts Engagement für die gesellschaftliche Diskussion schwieriger medizinethischer Fragen der Gegenwart. Dazu gehört u.a. das Schulprojekt „Menschenwürde“, das Schüler für die belastenden Fragen des Umgangs mit menschlichem Leben am Lebensanfang und -ende sensibilisiert. Besonders engagiert ist Prof. Eckart auch, wenn es um die Aufarbeitung der Rolle der Medizin während der NS-Diktatur geht. „Die Aufklärung, die Prof. Eckart auf diesem Feld bewirkt, ist als stete Mahnung nötig und für unsere Gesellschaft und für nachkommende Generationen als Ganzes fruchtbar“, hob Theresia Bauer hervor.

Professor Dr. Thomas  Junghanss, seit 2003 Leiter der Sektion Klinische Tropenmedizin am Zentrum für Infektiologie, wurde ebenfalls mit dem Verdienstkreuz am Bande geehrt. Als einer der führenden Tropenmediziner in Deutschland setzt  er sich weit über den beruflichen Rahmen hinaus für Krankenversorgung, Aus- und Weiterbildung sowie Forschung im Bereich der Tropenmedizin ein. Auch er erhielt seine Auszeichnung aus den Händen von Theresia Bauer: „Mit Ihren Projekten und Ihrem Einsatz sorgen Sie dafür, dass viele Menschen nicht aufgrund der Stigmatisierung ihrer Erkrankungen zu Aussätzigen und Geächteten in ihren Gesellschaften werden, sondern durch speziell von Ihnen und Ihrem Team entwickelte innovative Methoden freien Zugang zu Behandlung und damit Chance auf Linderung und Heilung erhalten“, so die Wissenschaftsministerin. Durch die strikte Ablehnung einer Kommerzialisierung seiner Forschungsergebnisse ermögliche er den so Behandelten ein menschenwürdiges Dasein und sei somit Vorkämpfer für jene, die sonst keine Lobby hätten. Sein Wirken sei für die betroffenen Menschen somit nicht nur von medizinisch, sondern auch sozial unschätzbarem Wert, betonte die Ministerin.

Professor Dr. Andreas von Deimling, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Neuropathologie am Klinikum sowie Leiter der Klinischen Kooperationseinheit Neuropathologie am Deutschen Krebsforschungszentrum, ist mit dem Deutschen Krebspreis ausgezeichnet worden. Der Wissenschaftler erhielt den mit 7.500 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Transferforschung“ für die erfolgreiche Umsetzung experimenteller Forschungsergebnisse in den klinischen Bereich. Deimling entwickelt mit seinem Team und Partnern neue Methoden, um molekulare Auffälligkeiten an Krebszellen sicher zu erkennen und für eine differenzierte Diagnose nutzen zu können.  Dank seiner Forschungsergebnisse können bestimmte Gehirntumoren inzwischen sehr präzise bestimmt und in Folge besser behandelt werden. Der Deutsche Krebspreis, gestiftet von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebsstiftung, zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen in der deutschen Krebsmedizin.

Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer überreichte Prof. Dr. Wolfgang Eckart (li) und Prof. Dr. Thomas Junghanss das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, verliehen vom Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer überreichte Prof. Dr. Wolfgang Eckart (li) und Prof. Dr. Thomas Junghanss das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

JubilareTopthema

Wie war es eigentlich vor 25 Jahren…

24. Juni 2016
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… als Krankenpflegerin in der Chirurgischen Klinik? Jubilarin Gerlinde Holzinger erinnert sich.

Gerlinde Holzinger, heute stellvertretende Stationsleiterin in der Gefäßchirurgie, ist eine von zahlreichen Jubilaren, die in den vergangenen Monaten ausgezeichnet wurden. Mehr lesen…

das gibt es nur onlineJubilareTopthema

Wir gratulieren

22. Juni 2016
Die Jubilare der Monate Februar, März und April 2016, die bei der Jubiläumsfeier anwesend waren.

Jubilare von Februar bis Juni 2016

40-jähriges Jubiläum  im Juni 2016

Elvira Hackmann, Verwaltungsangestellte, Aufnahmedienst Medizinische Klinik

Monika Herb, Medizinisch-Technische Assistentin, Blutbank

Ljiljana Jotic, Versorgungsassistentin, Kopfklinik

Dr. Reginald Scheidt, Wissenschaftlicher Angestellter, Abteilung Klinische Sozialmedizin

25-jähriges Jubiläum im Juni 2016

Jasmin Brummer, Verwaltungsangestellte, Zentrum für Informations- und Medizintechnik

Andrea Dib, Gesundheits- und Krankenschwester, Innere Medizin V

Ina Hamel, Medizinisch-Technische-Laborassistentin, Zentrallabor/Analysezentrum

Dr. Andreas Möltner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik

Zdenko Oswald, Gesundheits- und Krankenpfleger, NCT-Springerpool

Katja Koch, Gesundheits- und Krankenschwester, Klinik für Allgemeine Psychiatrie

Fatma Simsek, Versorgungsassistentin, Kopfklinik Mehr lesen…

BildergalerienUnser Klinikum

Das Ende einer Ära

22. Juni 2016
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Personalchefin wird Kanzlerin an der PH

Stephanie Wiese-Hess, lange Jahre Leiterin des Geschäftsbereichs 1 Personal am Universitätsklinikum Heidelberg, wechselte zum 1. Juni 2016 nach zuvor 13 Jahren am Klinikum an die Pädagogische Hochschule Heidelberg, wo sie seitdem das Amt der Kanzlerin Inne hat. Mit ihrem Weggang endete eine erfolgreiche Zeit am Klinikum, die von großer Kontinuität in Personalleitung und Klinikumsvorstand geprägt war.

Stephanie Wiese-Hess kam 2003 vom Universitätsklinikum Tübingen, wo sie die Personalabteilung leitete, nach Heidelberg – fast zeitgleich mit Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin, und Pflegedirektor Edgar Reisch. So entwickelte sich von Beginn an eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich durch konstruktive Entscheidungen und große Entschlusskraft auszeichnete. Besonders rasant war die Entwicklung des Klinikums in diesem Zeitraum, widergespiegelt auch in der Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: War Stephanie Wiese-Hess im Jahr 2006 noch für 7.000 Beschäftigte hauptverantwortlich, waren es  2016 über 12.600 Menschen, die am Klinikum ihrer Arbeit nachgingen. Mehr lesen…

...pflegendas gibt es nur onlineWir...

Gesunde Mitarbeiter, starke Pflege

13. Mai 2016
Akademie für Gesundheitsberufe in Wieblingen.

Auszubildende der Akademie für Gesundheitsberufe AfG widmeten den Internationalen Tag der Pflege der eigenen Gesundheitsförderung

Am internationalen Tag der Pflege beschäftigten sich die Auszubildenden der Akademie für Gesundheitsberufe AfG mit der Frage, welchen Belastungen die Gesundheitsversorgung ausgesetzt ist und was die Berufsgruppe der Pflegenden tun kann, um Menschen aller Altersstufen und in verschiedenen Bereichen individuell und auf hohem fachlichen Niveau pflegen zu können. Besonderes Augenmerk galt der persönlichen Gesundheitsförderung: Auf dem Stundenplan standen neben mehreren Workshops wie Mountainbiking, Yoga und Entspannung auch Fragen rund um die richtige Ernährung im Schichtdienst sowie ein Improvisationstheater.

Der internationale Aktionstag „Tag der Pflege“ findet jedes Jahr am 12. Mai statt und wird in Deutschland seit 1967 am Geburtstag von Florence Nightingale veranstaltet. Dieses Jahr stand der Tag unter dem Motto „Professionelle Pflege – Macht das Gesundheitssystem belastbar(er)“ und machte damit auf die globalen Herausforderungen der Gesundheitssysteme aufmerksam. Im Fokus stand die Frage, wie Pflegende als weltweit größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen an der Stärkung und Entwicklung der Gesundheitsversorgung mitwirken können.

 

>>Der Internationale Tag der Pflege

>>Zur Homepage der Akademie für Gesundheitsberufe AfG

 

 

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Neuer Angriffspunkt zur Therapie des Vorhofflimmerns

13. Mai 2016

schmidt_constanze_473Wer? Dr. Constanze Schmidt, Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie –

Was? Oskar-Lapp-Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) dotiert mit 12.000 Euro.

Wofür? Vorhofflimmern ist nicht nur die häufigste Herzrhythmusstörung, sondern – durch den unregelmäßigen Herzschlag und sich dadurch im Blutgefäß lösende Blutgerinnsel – auch die häufigste Ursache für Schlaganfälle. Dennoch mangelt es aktuell an einer wirksamen medikamentösen Behandlung. Der Preisträgerin gelang es nun, die sogenannten „Zwei-Porendomänen-Kaliumkanäle“ als wichtige Regulatoren der Erregungsleitung des Herzens zu identifizieren. Besondere Bedeutung hat der TASK-1 Kaliumkanal im Bereich des Vorhofs, wo er für einen unregelmäßigen Herzschlag verantwortlich ist. Dieser Zusammenhang zwischen TASK-1 und Erregungsleitung sowie Herzschlag war in dieser Form noch nicht bekannt und stellt somit einen neuen medikamentösen Angriffspunkt zur Behandlung des Vorhofflimmerns dar.

 

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Neue IT-Lösung vereinfacht Wunddokumentation

6. Mai 2016

Kinzel Solo 2Wer? Konstantin Kinzel, Zentrum für Informations- und Medizintechnik am Universitätsklinikum Heidelberg –

Was? ConhIT Nachwuchspreis. Vergeben werden mehrere Preise, die insgesamt mit 6.500 Euro dotiert sind.

Wofür? Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Sektion Medizinische Informationssysteme hat den Preis für seine Masterarbeit in der ambulanten Wunddokumentation erhalten. Diese nutzt die Technologie „Google Glass“ – ein am Kopf getragener Miniaturcomputer mit optischem Display und integrierter Digitalkamera – zur gleichzeitigen Behandlung und freihändigen Dokumentation der Wunde. Das Display zeigt neben den aufgenommenen Bildern auch weitere medizinische Parameter wie Laborwerte oder Informationen zur Operation und ermöglicht überdies eine standardisierte Weitergabe der Befunde an die Kollegen. Weiterer Vorteil ist ein automatisch generierter Wundbericht für den Patienten oder niedergelassenen Arzt, der auf Basis der erhobenen Daten erstellt wird. Die Evaluation der Arbeit erfolgte zusammen mit der Chirurgischen Klinik. Ein Einsatz in Klinik oder ambulantem Pflegedienst ist aktuell noch nicht möglich, ein weiterführendes Projekt ist aber noch für das Jahr 2016 angestrebt. Mehr lesen…

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Herzmuskelzellen, Arrhythmie und Herzinsuffizienz – wo ist der Zusammenhang?

6. Mai 2016

scherer_daniel_285Wer? Dr. Daniel Scherer, Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pulmologie –

Was? Forschungsförderung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. von 49.750 Euro über den Zeitraum von einem Jahr

Wofür? Die Pumptätigkeit des Herzens wird durch ein Erregungsleitungssystem gesteuert, das aus verschiedenen, spezialisierten Herzmuskelzellen besteht. Die Zellen geben elektrische Impulse entlang des Leitsystems weiter und sorgen so dafür, dass Schlagfrequenz und Rhythmus des Herzens je nach Situation „im Takt“ bleiben. In den letzten Jahren zeigte sich, dass die sogenannten Purkinje-Zellen, der letzte Teil des Erregungsleitungssystems, in besonderer Weise an einer bestimmten Herzrhythmusstörung, der ventrikulären Arrhythmie, beteiligt sein können. Diese Arrhythmien treten in ähnlicher Form auch bei chronischer Herzinsuffizienz auf und reduzieren die Heilungsprognose deutlich. In seiner Forschungsarbeit möchte Dr. Daniel Scherer genau diesen Zusammenhang zwischen Purkinje-Zellen und Arrhythmie bei Herzinsuffizienz zeigen. Dazu bedient sich der Stipendiat einer neuartigen, gezielten genetischen Modifikation der Purkinje-Zellen am Mausmodell. Gelingt der Nachweis, könnte eine genetische Modifikation der Purkinje-Zellen in der Zukunft therapeutisch zur Behandlung der Herzinsuffizienz genutzt werden kann.

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Ehrung für die Verdienste um organkranke Kinder und Jugendliche

29. April 2016

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Wer? Professor Dr. Burkhard Tönshoff, Leitender Oberarzt der Klinik Kinderheilkunde I und Leiter der Nierenambulanz –

Was? Helmut Werner-Preis (5.000 Euro), vergeben von der Kinderhilfe Organtransplantation e.V. (KiO)

Wofür? Professor Tönshoff (rechts im Bild), der in den letzten Jahren die pädiatrische Transplantationsmedizin sowohl klinisch als auch wissenschaftlich entscheidend geprägt hat, erhielt den Preis für seine Verdienste um organkranke Kinder und Jugendliche. Unter seiner Regie entwickelte sich das Nierentransplantations- Programm im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg seit 1999 zum größten in Deutschland. Mit seinem interdisziplinären Team aus Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern, Diätassistenten und Transplantations-Krankenschwestern professionalisierte er speziell die Nachsorge. Mehr lesen…